Mocka, geb. 01.07.2021

Update 01.01.2026 – Mocka wartet nun noch auf ein Für-immer-Zuhause

Mocka ist jetzt seit elf Tagen bei uns und hat sich extrem gut eingelebt. 

Sie hat immer noch ein paar Schwierigkeiten beim Pippi machen, aber wenn man sie im gewohnten Umfeld ausführt ist das kein Problem. Sie ist vorsichtig, aber nicht ängstlich, und passt sich unserem Alltag sehr gut an. Diverse Zusammenkünfte mit anderen Menschen waren kein Problem. Mit Kindern scheint es ebenfalls zu klappen, wobei wir sie hier immer sehr eng begleitet haben. 

An Heiligabend waren die Hunde meiner Familie da, zu unserem Ersthund also noch zwei weitere. Sie hat etwas gebraucht um zur Ruhe zu kommen, hat aber am Ende entspannt im Körbchen gelegen. Grundsätzlich ist zur Ruhe kommen bei ihr das A und O. Man muss sie ein wenig zu ihrem Glück zwingen, dann klappt es aber. 

Sie ist (mit unserem Ersthund) bereits knapp 4-5 Stunden alleine geblieben. In unserer Home-Kamera haben wir gesehen, dass sie ruhig im Korb lag. Wir sind gemeinsam zu meinem Pferd gefahren, auch ein Reitstall inklusive landwirtschaftlicher Geräte waren kein Problem. In der Kölner Südstadt schnüffelt sie sehr intensiv, läuft aber gut an der Leine mit. Menschen gegenüber ist sie extrem aufgeschlossen und freut sich über jede Streicheleinheit. Busfahren war ebenfalls kein Problem, sie hat keinen erkennbaren Stress und stieg problemlos ein.

 

Am 30.12. sind wir mit ihr und unserem Ersthund nach Holland gefahren, die Fahrt haben die beiden in einer Box verbracht und sich die drei Stunden nicht beschwert. Über den ersten Abend gab es vereinzelte Böller, das schien sie nicht sehr zu beeindrucken. Wir haben die Tage vorher ein wenig „Böllermusik“ zur Vorbereitung laufen lassen und sie schläft in ihrer Box in unserer Ferienwohnung.

 

Sie liebt es am Strand zu laufen, hat aber Respekt vor dem Meer. In Restaurants kommt sie nicht ohne weiteres zur Ruhe, scheint aber auch nicht zu viel Stress zu haben.

 

Insgesamt ist Mocka ein Hund, der sehr unkompliziert ist und wenige Probleme macht. Sie sollte kopfmäßig ausgelastet werden, da sie z.B. sehr viel schnüffelt. Sie ist sehr intelligent und scheint durch das fehlende Auge nicht sehr beeinflusst.


Am 30. Juni 2025 entdeckten zwei Frauen, die im Tierschutz sehr aktiv sind und deren Augen kein hilfloses Tier entgeht, etwa 30 km hinter Silistra einen ziellos mitten auf der Straße umherirrenden Hund, der nicht auf den Verkehr achtete. Sie erkannten sofort, dass der Zustand des Hundes alles andere als gut war, denn er hatte große, offene Wunden auf dem Rücken. Die beiden Frauen hielten sofort an. Direkt hinter ihnen fuhr ein LKW, der dadurch zum Bremsen gezwungen wurde. Das war Mockas Glück (so nannten sie die Hündin später), denn ohne diese Aktion wäre sie mit Sicherheit überfahren worden. 

Mocka lief sofort auf die Frauen zu und wedelte fröhlich mit ihrem Schwanz. Bei näherer Betrachtung stellten sie fest, dass Mocka nicht nur die offenen Wunden, sondern auch ein Problem mit einem Auge hatte. Sie wurde kurzerhand ins Auto gepackt und nahm auf den Säcken mit Hundefutter Platz, die für bedürftige Hunde bestimmt waren. In dieser Situation befanden sich die Tierschützerinnen näher an Varna als an Schumen und so riefen sie bei einem befreundeten Tierheim in der Nähe von Varna an und fragten, ob Mocka spontan vorübergehend aufgenommen werden könnte. Dies wurde bejaht und so war Mocka erst einmal in Sicherheit. Ihre offenen Wunden wurden versorgt, ihr Auge konnte dort jedoch nicht behandelt werden.

Da wir im Oktober 2025 mit drei deutschen Tierärzten im Tierheim in Schumen waren und Mocka bezüglich des Auges fachmännische medizinische Hilfe brauchte, boten wir den Frauen an, Mocka aufzunehmen, um sie untersuchen und operieren zu lassen. Unsere Hoffnung, dass ihr Auge gerettet werden könnte, zerschlug sich rasch. Die Untersuchung ergab leider, dass das Auge gar nicht mehr vorhanden war. Und so musste der Bulbus leider entfernt werden. 

Mocka hat den Eingriff und alle Behandlungen ganz tapfer über sich ergehen lassen und auch die Zeit in der Quarantäne überstanden.

Mocka ist eine sehr liebe, menschenfreundliche und aufgeschlossene Hündin, die sich über Zuwendung und über Leckereien freut. Beides gab es natürlich in der Quarantäne im Überfluss. 

Ihr Schwanz steht nicht still, wenn man in ihre Nähe kommt. Ihr ist jeder willkommen.

Mocka wird auf etwa 4-5 Jahre geschätzt (geb. ca. Juli 2021). Da wir nichts über ihre Vorgeschichte wissen, wünschen wir uns für Mocka geduldige und einfühlsame Menschen, denn wir wissen nicht, ob sie schon mal in einem Haus gelebt oder welche Erfahrungen sie gemacht hat. Ihren ersten Ausflug an Halsband und Leine auf der Straße vor dem Tierheim hat sie gut gemeistert. Anfangs war sie noch unsicher, vielleicht auch wegen des ungewohnten Halskragens, doch auf dem Rückweg war sie bereits etwas flotter unterwegs. Es könnte sich bei ihr um eine reinrassige Boxerhündin handeln, die sicher auch schon Welpen großzog. Damit ist nun Schluss, die Familienplanung ist abgeschlossen. Ab sofort steht sie im Mittelpunkt. Mocka ist gechipt, geimpft, kastriert und bereit für ein liebevolles Zuhause.

Wenn Sie ein schönes Zuhause für diese sanfte Schönheit haben, füllen Sie bitte unser aus: www.grund-zur-hoffnung.org/hunde/bewerbungsformular-h/

 

Name: Mocka

Rasse: Boxer (Mix?)

Geschlecht: weiblich

Alter: geb. ca. 01.07.2021

In unserer Obhut seit: 10/2025

Standort: Pflegestelle Köln

 

Kontakt: Grund zur Hoffnung e.V.

Verena Albert

0176-20752489

verenaalbert@hotmail.com

info@grund-zur-hoffnung.org