Dimitri, geb. 01.02.2019 – Dringender Notfall!

Update 12.03.2026 – Dimitri braucht GANZ DRINGEND ein liebevolles Plätzchen!


Update Februar 2026 – Wie man einen Hund langsam kaputt stehen lässt

2020 
war Dimitris Welt noch einfach zu beschreiben: 30 Kilo, verspielt, gut an der Leine, sehr lieb zu Menschen. Ein Hund, der durch jede Tür ging, die sich öffnete – sofern wir sie denn öffnen durften, um kurz mit ihm auf die Wiese zu gehen und ein paar Bilder zu machen, damit er auf unserer Homepage überhaupt sichtbar sein konnte. In seiner alten Beschreibung klingt das wie etwas Selbstverständliches – als würde es immer so bleiben.

Wenig verständlich ist, dass diese Tür danach jahrelang geschlossen blieb. 2026 ist Dimitris Welt nicht mehr zu beschreiben, ohne dass es weh tut. Er ist sieben Jahre alt. Sehr dünn. Sein Rücken wirkt gekrümmt, als hätte die Zeit ihn nicht nur älter, sondern kleiner gemacht. Er hat Knochenschmerzen. Leishmaniose-positiv. Er sitzt in einer Einzelbox. Und sechs Jahre lang durften wir ihn nicht besuchen. Sechs Jahre, in denen niemand von außen gesehen hat, wie ein Körper leiser wird. Nicht wie ein Unfall. Eher wie Rost: still, stetig, unbemerkt – bis eines Tages alles fest sitzt und man begreift, wie viel Zeit man ihn hat kosten lassen.

Heute sechs Jahre nach letztem erlaubtem Besuch öffnet sich die Tür seiner Box. Dimitri hebt den Kopf. Er schaut. Er erkennt: Da ist eine offene Tür. Früher wäre das der Moment gewesen, in dem er einfach losgegangen wäre – ohne Nachdenken, ohne Zögern. Ein Schritt, noch einer, raus in die Welt. Jetzt schafft er es bis zur Schwelle. Und dann legt er sich wieder hin.

Nicht, weil er nicht will. Nicht aus Sturheit. Nicht aus Angst. Sondern weil es nicht mehr geht. Die Tür steht offen – und trotzdem bleibt er drinnen. Das ist der Punkt, an dem man versteht: Das ist kein Verhaltensthema. Das ist Verschleiß. Sieben Jahre Beton.

Sieben Sommer, in denen die Hitze in der Box steht und nirgends hinkann. Sieben Winter, in denen Kälte nicht nur ein Gefühl ist, sondern etwas, das in die Knochen kriecht. Sieben Jahre ohne Spaziergang. Ohne Muskulatur. Ohne echte Bewegung. Ohne dieses ganz normale „Komm, wir gehen“, das Hunde am Leben hält.

Ein Körper verlernt das Laufen nicht. Aber er verliert die Kraft dafür. Früher lief Dimitris an der Leine. Heute liegt er unter einer Wärmelampe, weil Wärme das Einzige ist, was seine Knochen noch ein bisschen beruhigt. Und selbst das ist keine Lösung. Es ist nur ein kleines Aufschieben. Ein kurzer Moment weniger Schmerz. Und trotzdem ist er freundlich. Er lässt sich berühren. Er hat nicht gelernt zu hassen.

Und das macht es kaum auszuhalten: Er ist noch immer lieb. Er zuckt nicht zurück, er wehrt sich nicht – er hält still und schaut dich an, als wäre es seine Aufgabe, dir das Ganze leichter zu machen. Dimitri war nie „unvermittelbar“. Er war einfach da – und während man ihn nicht sehen durfte, ist aus einem kräftigen Hund ein gebogener Körper geworden.

Seine besten Jahre sind vergangen, ohne stattzufinden. Und jetzt ist Zeit kein abstrakter Begriff mehr. Zeit ist Gewicht, das fehlt. Zeit ist eine gekrümmte Wirbelsäule. Zeit ist ein Hund, der es nicht mehr hinausschafft.

Dimitri lebt. Aber nicht mehr großzügig. Wenn er noch einmal durch eine Tür gehen soll, dann muss es bald sein. Sehr bald.

Bitte: Schauen Sie nicht weg. Geben Sie ihm nicht noch ein „später“. Rufen Sie an, wenn Sie ihm einen warmen Platz, medizinische Versorgung und Würde schenken können. Damit aus einer offenen Tür endlich ein Ausgang wird.


Update 2019 – Gebt Ihr mir eine Chance?

Wenn ich ein Sportwagen wäre, hätte ich viele PS und wäre in Nullkommanix von Null auf 100. Für ein Boxer-Bulldogge-Mix habe ich nämlich ziemlich elegante, lange Beine – und die stehen hier im Moment viel zu oft nur dekorativ rum. Dabei würde ich sie lieber draußen einsetzen: Spaziergänge, ein bisschen Tempo, einmal kurz so tun, als wäre ich ein Windhund… und danach ein gepflegter Mittagsschlaf wie ein Profi.

Ich bin Leishmaniose-positiv (letzter Test 1:160). Das lässt sich im Allgemeinen gut und unkompliziert mit Tabletten behandeln – und mir geht es gut. Genauere Infos findet ihr auf unserer Homepage unter „Mittelmeerkrankheiten“:   https://www.pro-canalba.eu/auslandstierschutz/Mittelmeerkrankheiten   Ihr könnt auch gerne direkt bei meiner Vermittlerin nachfragen.

Mein Lebenslauf ist unbefleckt: Obwohl ich von klein auf im Lager bin, habe ich mich gut und liebenswert erhalten. Aktuell lebe ich mit meinem Bruder Dollaro in einem Zwinger. Mit Menschen bin ich ganz zauberhaft. Ich möchte euch möglichst oft zeigen, wie schön ich an der Leine marschieren kann – und ja, ich gebe mir Mühe, dabei gut auszusehen. Mindestens ein Auge habe ich immer bei meinen Lieben, und ich würde meine gutmütigen, familienfreundlichen Anteile gerne endlich dort ausleben, wo sie hingehören: bei netten Menschen, die mich nicht nur „sehen“, sondern behalten. Darf ich mich dafür bei euch bewerben?

 

Name: Dimitri

Rasse: Boxer-Bulldog-Mix

Geschlecht: männlich

Alter: geb. 01.02.2019

Im Tierheim seit: 2020

Größe: 60 cm

Standort: noch Tierheim Ausland – kann jederzeit ausreisen

 

Kontakt: pro-canalba e.V.

Margot Wolfinger
Tel . 0179 6606200