Simba, geb. 28.09.2021

Update 03.01.2026 – Simba wartet seit 1,5 Jahren auf ein erfahrenes Zuhause!


Simba, unser Riesen- Breitschädel sucht ein kompetentes Zuhause!

Zu jeder guten Bewerbung gehört ein Lebenslauf, hier kommt seiner:

Wir kannten unseren Großen schon ganz klein, denn Simba war bereits als Welpe mit seinen Eltern und Geschwistern bei uns. Sie wurden 2021 aus einem Vermehrer- Haushalt sichergestellt. So niedlich die Welpen damals auch waren, so schnell war klar: Diese Hunde werden ihre eigenen Päckchen mitbringen. Simba’s Geschwister sind allesamt vermittelt und leben ihr Leben – während Simba strauchelt.

Simba war insgesamt 3-mal vermittelt und kam 3-mal wieder zu uns zurück. Nachdem die erste Vermittlung fehlschlug, kam er schnell wieder „retour“, da er sich unter anderem beim Füttern etwas problematisch zeigte. Er war zu diesem Zeitpunkt zwar schon etwas gewachsen, aber trotzdem noch recht lütt. Bis zu seiner zweiten Vermittlung lebte Simba bei einem Kollegen mit weiteren Hunden zusammen. Hier zeigte er zwar einige Tendenzen in bestimmte Richtungen, war aber sehr umgänglich und freundlich.

Auch die zweite Vermittlung schlug fehl, Simba kam mit fast 60 Kilo, einer Leinenaggression und ein paar weiteren Themchen wieder. Auch dieses Mal durfte Simba bei einer Kollegin bleiben. Er lebte hier mit einem alten kastrierten Rüden zusammen, was mit Absicherung (Maulkorb bei beiden) und Aufsicht sehr gut funktionierte. Simba machte für seine Verhältnisse sehr schnelle, gute Fortschritte, vor allem in Sachen Leinenaggression. Er konnte sich immer mehr am Menschen orientieren und bewegte sich in die richtigen Richtungen.

Simba wurde ein drittes Mal mit einem mehr als deutlichen Hinweis auf sein Potenzial in sowohl positive als auch negative Richtungen, auf seine Themen und auf seine Vorgeschichte vermittelt. Trotzdem kam er auch dieses mal wieder zu uns zurück – und zwar als gefährlich eingestufter Hund. Wir wollen nichts beschönigen: Simba versuchte einen Hund anzugreifen, den die Besitzerin aus Angst auf den Arm genommen hatte. Am Ende biss Simba die Frau. Trotz allem wären dieser Vorfall und die Einstufung vermeidbar gewesen, aber wie sagt man so schön: Hätte – hätte, Fahrradkette.

Wir blicken in die Zukunft und sind dabei, mit Simba einen vernünftigen Plan zu erarbeiten, der allen Beteiligten hilft. Ziel ist es, dass Simba seinen Wesenstest schafft – ein wichtiger Schritt, dem wir optimistisch entgegenblicken.

In Simba‘s Kopf herrscht manchmal ein „kleines“ Chaos, das dem Durcheinander seines bisherigen Lebenslaufes gleicht. Aber eben auch nur manchmal, bei weitem nicht immer.

Simba zeigt eine Leinenaggression und ein fehlgeleitetes Beutefangverhalten. Diese Themen äußern sich vor allem, wenn es um andere Hunde geht, die ihm begegnen. An dieser Thematik lässt sich mit Simba gut arbeiten und er macht diesbezüglich Fortschritte. Bei verschiedenen Bewegungsreizen (vor allem auf Spaziergängen, eher weniger im Freilauf) zeigt Simba außerdem nicht gerade wünschenswerte Tendenzen. Seine Problempunkte sind hier vor allem (meist laute, rennende) Kinder, Bälle und in seltenen Fällen Fahrradfahrer. Es kommt aber oft auch auf die Situation an und darauf, wie konzentriert Simba ist und wer neben ihm steht. „Spiele“ mit Bällen, quietschenden Gegenständen oder „Zerrspiele“ sollten aus diesem Grund auf jeden Fall unterlassen werden.

Bei seinem Futter versteht Simba nicht wirklich viel Spaß. Er geht gerne auf Kompromisse ein, mit einer vernünftigen Routine war auch diese Thematik auf seiner zweiten Pflegestelle kein Problem.

Simba ist ein Hund, der von seinen Menschen einen Fahrplan braucht. Ein Konzept, das ihn aus seinem eigenen Chaos raushilft, ihm Halt gibt und zeigt, wo es lang gehen soll. Dann versteht er, was von ihm gewollt ist und geht darauf ein. Bietet man Simba einen solchen Plan, nimmt er ihn gerne an und arbeitet gut & gerne mit seinen Menschen zusammen. Trotzdem sollten sich die neuen Besitzer im Klaren darüber sein, was man mit Simba an der Leine hat: einen sehr kräftigen, manchmal etwas sturen Zeitgenossen – kein Statussymbol!

Simba ist bei weitem kein verlorener Fall eines „schrecklich bösen“ Hundes, als solcher sollte er auch nicht abgestempelt werden. Das Gegenteil ist der Fall: Er zeigt Lernwillen und in vielen Situationen ein unglaublich tolles Potenzial in die richtigen Richtungen, das gefördert werden sollte.

Das Hin- und Her seines bisherigen Lebens muss ein Ende haben – Simba soll endlich ankommen dürfen!

Interessenten unterstützen wir natürlich bei der Vorbereitung auf einen Wesenstest mit Simba.

Simba wird nicht in einen Haushalt mit Kindern vermittelt.

 

Name: Simba

Rasse: American Bully

Alter: geb. 28.09.2021

Geschlecht:  männlich

Kastriert:  Nein

Herkunft:  Abgabe

Im Tierheim seit: 08.07.2024

 

 

Kontakt: TIERHEIM LÜBECK/Tierschutz Lübeck und Umgebung e.V.

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