Kimmi, geb. ca. 2016 – Notfall

Kimmi sucht ein Plätzchen, wo sie vernünftig leben kann.


Am 24.10. bekamen wir Mittags einen Anruf mit der Bitte um Hilfe. In Dissen hatte es einen Polizeieinsatz gegeben, weil ein Hund eingesperrt war und niemand an ihn herankam, zumal die Wohnungsinhaberin nicht zuhause war. Als die Tür von der Polizei aufgebrochen wurde, zeigte sich, dass auch minderjährige Kinder in dem Haushalt waren, wo es einen ziemlich verwahrlosten Eindruck machte. Somit wurde sich dann zuerst-natürlich – um die Kinder gekümmert. Den anwesenden Menschen, welche die Polizei gerufen hatten, wurde kurz gesagt, dass sie sich um die Unterbringung des Hundes kümmern sollten, da auch hier keine Versorgung gewährleistet war. So wurden wir informiert, als 6. Anruf, da weder andere Tierschutzvereine noch das Ordnungsamt erreichbar waren- Samstag halt. Obwohl wir die Aufnahme von Hunden nur in Einzelfällen übernehmen, sagten wir zu, den Hund, zumindest über das Wochenende, zu übernehmen.
Am Montag wurden wir dann eines Besseren belehrt, da das Veterinäramt nicht angerufen worden war, war es nicht involviert. So ziemlich die gleiche Antwort kam vom Ordnungsamt.
Besonders wütend macht mich, dass im Vorfeld einige Dinge unerledigt geblieben sind. So besitzt dieser Hund keinen Transponder, ist nicht gekennzeichnet- Pflicht für jeden Hund. Sie war bis vor einem halben Jahr in einem anderen Ort gemeldet, allerdings ungechipt. Die Chipnunmer wurde einige Male angemahnt, dabei blieb es. 2024 kam es zu einem Beissvorfall mit einem kleinen Hund, in Abwesenheit der Besitzerin. Der Chip ist bis heute nicht gesetzt. Im Frühjahr diesen Jahres wurde der Hund abgemeldet wegen des Umzugs, aber nicht wieder angemeldet. Bis Oktober war den Ämtern nicht bekannt, wo sich dieser Hund aufhält.
Mittlerweile in Dissen war der Hund seiner Besitzerin wohl lästig geworden, Denn es existiert ein Kaufvertrag vom 1. Juli diesen Jahres, mit dem sie den Hund an eine ehemalige Mitbewohnerin verkauft. Allerdings hat diese gar keine Möglichkeit, den Hund bei sich zu halten. Angeblich hatte sie den Vertrag nur unterschrieben, um den Hund zu schützen. Somit blieb der Hund weiter bei der Vorbesitzerin- was für ein Durcheinander!
Tatsache ist, dass von diesen Menschen niemand die Verantwortung für ein anderes Lebewesen haben sollte.
Nun saß dieses Tier in einem Haushalt, wo es eigentlich nicht mehr gewollt war, mit einer Besitzerin, die sie nicht halten kann. Sie ist also seitdem nicht mehr angemeldet gewesen und noch immer nicht gechipt.
Mag sein, dass wir übereilt gehandelt haben, als wir Kimmi direkt mitgenommen haben. Es wäre einfacher gewesen, sie vor Ort zu lassen und alles am Montag den zuständigen Behörden zu melden, dann hätten wir heute nicht das Problem mit der Unterbringung des Tieres.
Aber Tierschutz ist nicht bequem, es ist eine Notwendigkeit. Für uns kam es nicht infrage, dass Tier mit einem Jugendlichen, der selber verstört war, zurück zu lassen, zumal die Polizei nicht mehr vor Ort war.
Wir suchen jetzt für Kimmi, zusammen mit der momentanen Besitzerin, ein neues Zuhause, wo sie noch ein paar schöne Jahre haben darf. Sie zeigt sich hier absolut lieb, ist genügsam und freut sich über jede Zuwendung, sie ist stubenrein. Kimmi braucht ein Zuhause als Einzelhund, ein Zuhause in dem sie regelmäßig nach draussen kommt und wo nicht mit Gegenständen nach ihr geworfen wird, wenn sie nicht nach Wunsch funktioniert.
 
 
Name: Kimmi
Rasse: Staffordshire Terrier Mix
Geschlecht: weiblich
Alter: geb. ca. 2016
In Vermittlung seit: 24.10.2026
 
 
Kontakt: Tierheim / Tierhilfe Melle e.V.
01516 1573466