Kiwi (Uxira), geb. 01.04.2026

Update 20.10.2026 – Kiwi sucht nun ihr Für-immer-Zuhause


Ciao, ich bin Kiwi! 

Geboren wurde ich vor ungefähr sechs Monaten in Italien. Was ich dort erlebt habe? Na ja, darüber könnte ich vermutlich schon ein kleines Buch schreiben. Aber eines kann ich euch sagen: Gott sei Dank bin ich jetzt im schönen Allgäu! 

Hier angekommen, habe ich erst einmal festgestellt, dass das Leben als Pflegestellenhund durchaus seine Vorteile hat. 

Leckeres Futter? Check! Und zwar nicht nur einmal am Tag, sondern regelmäßig. Ich glaube, hier lässt es sich aushalten!

Ein toller Pflegestellenbruder? Check! Der hat mich schon freundlich begrüßt. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, ob er auch zum Spielen taugt oder ob ich ihn erst ein bisschen erziehen muss. Man weiß ja nie! 

Weitere Hundekumpels? Auch schon kennengelernt! Hier scheint ja richtig was los zu sein. Ich werde wohl noch ein bisschen brauchen, bis ich alle Namen und Regeln dieser WG kenne.

Und dann wäre da noch mein Pflegefrauchen Roswitha. Sie scheint ganz nett zu sein, hat aber vermutlich schon wieder irgendwelche Pläne mit mir. Ich habe da so eine Ahnung: Spaziergänge, neue Dinge lernen, die Welt entdecken und ganz nebenbei alle Herzen erobern. ??

Na gut, ich bin ja noch jung und muss bestimmt noch einiges lernen. Aber hey, mit sechs Monaten darf man doch noch ein bisschen Flausen im Kopf haben, oder? 

Was mir jetzt noch fehlt? Mein eigenes Zuhause! 

Menschen, die mit mir durchs Leben gehen, mit mir lachen, mir die Welt zeigen und mir die Zeit geben, die ich brauche, um anzukommen. Ein Zuhause, in dem ich für immer bleiben darf und nicht mehr Koffer packen muss.

Wenn ihr mich kennenlernen möchtet und wissen wollt, ob wir zusammenpassen, dann meldet euch gerne bei meinem Pflegefrauchen Roswitha: 01517 0020911

Vielleicht beginnt mit mir ja euer ganz persönliches Abenteuer!

Bis dahin werde ich hier im Allgäu erst einmal weiter die Lage erkunden, meinen Pflegestellenbruder auf Trab halten und mich durch die kulinarischen Möglichkeiten testen. Einer muss schließlich die Qualität kontrollieren! 

Eure Kiwi 


Wenn Uxira ein Menschenkind wäre, würde sie längst Physiotherapie bekommen. Man würde mit ihr üben. Sie ermutigen und jeden winzigen Fortschritt feiern. Kein Arzt würde sagen: „Legen wir sie einfach in ein Zimmer und schauen in ein paar Monaten noch einmal nach.“ … Doch genau das passiert gerade.

Unsere kleine Uxira ist jetzt gerade einmal vier Monate alt. Ein fröhliches, selbstbewusstes Hundekind, das Menschen mag, neugierig durchs Leben geht und sich schon erstaunlich gut an der Leine bewegt. Eigentlich sollte sie jetzt den ganzen Tag laufen, spielen, Muskeln aufbauen und mit ihren Geschwistern die Welt entdecken.

Stattdessen sitzt sie allein in einem italienischen Hundelager.

Bei ihrer vorgeschriebenen Eingangsuntersuchung stellten die Tierärzte fest, dass ihre Hinterhand deutlich schwächer entwickelt ist als die anderer Welpen. Sie hat sichtbare Muskelatrophien und bewegt sich anders als gesunde Hundekinder. Erstaunlich ist dabei, dass sobald Uxira zur Bewegung angeregt wird, ihr Gangbild sich zusehends und sehr deutlich verbessert.

Und eben darin liegt unser größter Kummer. Denn Bewegung ist ausgerechnet das, was es im Hundelager praktisch nicht gibt. Dort gibt es keine Spaziergänge oder gar gezielte Übungen. An eine medizinische Betreuung, die ihren Zustand beobachten würde, ist im Traum nicht zu denken. Für unser kleines Mädchen gibt es nur wenige Quadratmeter hinter Gitterstäben. Jeden Tag.

Dabei könnte genau das den Unterschied machen. Jeder Tag, an dem ihre Muskulatur nicht arbeiten kann, ist ein verlorener Tag. Jeder weitere Monat hinter Gittern nimmt ihr vielleicht ein Stück von der Chance, sich so zu entwickeln, wie es eigentlich möglich wäre.

Natürlich können wir heute niemandem versprechen, wie ihre Zukunft aussehen wird. Dafür ist unser Hundekind noch viel zu jung. Vielleicht steckt hinter ihren Problemen nur eine verzögerte Entwicklung, vielleicht mehr. Das kann im Moment niemand mit Sicherheit sagen.

Aber eines wissen wir: Stillstand hilft ihr ganz bestimmt nicht. Was Uxira jetzt braucht, ist das Gegenteil von einem Hundelager. Sie braucht weichen Boden unter ihren Pfoten. Regelmäßige, liebevoll angepasste Bewegung und gutes Futter. Menschen, die sie fördern, ohne sie zu überfordern … und vor allem jemanden, der jeden noch so zarten Fortschritt sieht und sich darüber freut.

Uxira hat noch ihr ganzes Leben vor sich. Wir wünschen uns so sehr, dass dieses Leben nicht an einem Ort beginnt, an dem ihre einzige Therapie hinter verschlossenen Gittertüren unmöglich gemacht wird.

Wenn Sie sich vorstellen können, unserem kleinen Mädchen genau diese Chance zu schenken, dann melden Sie sich doch bitte bei ihrer Vermittlerin. Vielleicht können Sie dafür sorgen, dass Uxiras erste Schritte in ein gesundes Leben nicht hinter Gittern enden, sondern endlich dort beginnen, wo ein Welpe hingehört.

 

Name: Kiwi (Uxira)

Rasse: Molosser Mix

Geschlecht: weiblich

Alter: geb. 01.04.2026

Herkunft: Italien

Standort:  Pflegestelle Görisried (Allgäu) seit 17.10.2026

In unserer Obhut seit: 7/2026

 

Kontakt: Tierschutzverein pro-canalba e.V.

Daniela Koenemann

0176 – 24 63 36 19